Licht in der Theorie

Thema:  Bildgestaltung

Lektion: Licht (Theorie)

 (Stand: 15.05.12)

- Fotografie ist das Malen mit Licht
- jedes Licht hat seine Farbe

- Weißabgleich für reineres Weiß
- bei Rohdatenformat keinen automatischen Weißabgleich machen(Kelvinwert kann in Rohdatenformat geändert werden- bei JPG nicht

- Lichtquelle mit reinem Weiß gibt es nicht
- Kelvin zeigt die Farbtemperatur an
- Farbfilm ist auf 5500° Kelvin abgestimmt (ist das Licht während der meisten Stunden am Tag)
- Glühbirne hat ca. 2800° Kelvin
- Studiolampe hat ca. 3200° Kelvin
- Tageslicht hat ca. 4000°- 15000° Kelvin
- je geringer der Kelvinwert, desto höher der Rot- Gelb- Anteil
- je höher der Kelvinwert, desto höher der Bau- Anteil

- Reflektionen beeinflussen die Farbe des Lichtes
- Portraits auf grüner Wiese können einen Grünstich haben (Grün ist unvorteilhaft und die Gegenfarbe  

von Rot -> hebt Hautunreinheiten und rote Flecken hervor -> kann nicht über Kelvinwert korrigiert werden -> Lösung: Filter in Komplementärfarbe oder nachbearbeiten; ABER: fehlende Bildinformationen können nicht hingezaubert werden
- ähnliches passiert bei Schnee oder im Hochgebirge: kann aber auch über Filter ausgeglichen werden

- stark gebündeltes Licht gibt es in der Mittagssonne oder im Studio als Spotlight
- gebündeltes Licht ist eher unerwünscht und verursacht Blendenflecken (außer im Studio als Glanzeffekt auf dem Kopfhaar)
- je stärker das Licht gebündelt ist, desto härter fallen die Schatten des Objektes
- Digitalkameras verstärken diese Schatten (sie sind nicht so feinkörnig wie Diafilme)
- Schatten können modellieren
- Mittagszeit also meiden (hartes Licht mit tiefen Schatten)
- Vor- und Nachmittag ist deutlich weicher

- gegenteiliges Licht gibt es bei leichtem Nebel (wenig Konturen, gedämpfte Farben -> alles ist irgendwie grau)
- für Portraits ist diffuses Licht vorteilhafter
- optimales Licht für viele Ausnahmesituationen ist leicht diffuses Licht
- im Studio verwendet man als Hauptlicht Hazylight (ist wie die Sonne am dünnen Wolkenschleier; ist optimal für Portraits, Objektaufnahmen (table top), Architekturfotos, stimmungsvolle Landschaftsfotos durch zurückhaltende Farben)
-stimmungsvolle Landschaftsfotos entstehen bei leicht bewölktem Himmel mit ziehenden Wolken (Kontrast durch Wolkenschatten und beschienen Flächen besonders stark)

- Richtung des Lichtes beachten
- unvorteilhaftes Auflicht (wenn es frontal auf das Objekt trifft z.B.: Blitzlicht)
- Kamera- und Aufsteckblitze zerstören die Atmosphäre der Situation
- Aufhellblitze können etwas Zeichnung ins Bild bringen (bestenfalls etwas versetzt- nicht direkt am Blitzschuh)
- Licht sollte immer seitlich versetzt einfallen

- einfallendes Licht von schräg oben entspricht der gewohnten Sichtweise der Menschen (Konturen werden deutlicher herausgearbeitet)
- zum Aufhellen der Schatten zum Aufhellblitz oder Reflexfolien greifen

- Gegenlicht ist eine besondere Herausforderung und kommt prinzipiell aus einem Winkel hinter dem Objekt
- Gegenlicht betont die äußeren Konturen bis hin zum Schattenriss

- Streiflicht lässt etwas richtig aufleuchten (bringt etwas besonders zum Leuchten)
- 90° von der Seite kommendes Licht (gibt es am frühen Abend, wenn die Sonne den Horizont streift)
- Konturen werden besonders plastisch hervorgehoben
- Kamerablitz lässt Streiflicht verschwinden

- besondere Lichtsituationen:
- abendliches Streiflicht (enthält hohen warmen Rot- Anteil)
- fallende Sonnenstrahlen (im Wald) zeichnen dünne Lichtstreifen- Portrait- und Objektfotografie im Freien mit Reflexfolien oder Styroporplatte das Licht lenken und Schatten aufhellen

- Licht gibt dem Bild seine Stimmung
- Licht hat einen Einfluss auf Konturen und Farbe
- Licht und Schatten verleihen dem Bildtiefe
(Illusion von Dreidimensionalität)
- reflektiertes Licht kann die Farbe verfälschen (wenn auf orangene Gardine geblitzt wird -> reflektier orangenes Licht auf Motiv -> das Auge gleicht dies automatisch aus- die Kamera nicht; im Wald verstärkt ist der grüne Farbstich)

- starkes und hartes Licht(harte Konturenzeichnung; harter Schlagschatten; hoher Kontrast; intensive Farben deutliche Details)
- weiches Licht geringer Kontrast; wenig Detailzeichnung; weicher Schatten; weniger Farbintensiv bis Pastelltöne)

- Schlecht- Wetter- Licht werden Situationen festgehalten, die andere selten sehen (weil sie nicht rausgehen)
- wenn die Wolkendecke aufbricht können Hell- Dunkel- Kontraste sehr groß werden


Aufgabe:

-> Beispielfotos im Vergleich für die dick markierten Stichpunkte machen:
-          Weißabgleich; Portraits; Mittagssonne; Studio; Blendenflecken; Glanzeffekt auf dem Kopfhaar; Schatten; feinkörnig; Mittagszeit; Vor- und Nachmittag; Nebel; diffuses Licht; Hauptlicht Hazylight; Wolkenschleier; Objektaufnahmen; Architekturfotos; Landschaftsfotos; leicht bewölktem Himmel; Kontrast; Wolkenschatten; Kamera- und Aufsteckblitze; Blitzschuh; Licht sollte immer seitlich; einfallendes Licht von schräg oben; Aufhellen der Schatten; Aufhellblitz; Reflexfolien; Gegenlicht; Schattenriss; Streiflicht; etwas besonders zum Leuchten; Seite kommendes Licht; Sonne den Horizont streift; Konturen; abendliches Streiflicht; fallende Sonnenstrahlen; dünne Lichtstreifen; Styroporplatte; Stimmung; Licht hat einen Einfluss auf Konturen und Farbe; Licht und Schatten verleihen dem Bildtiefe; Illusion von Dreidimensionalität; reflektiertes Licht; Farbstich; starkes und hartes Licht; weiches Licht; Schlecht- Wetter- Licht

-     für diese Beispielfotos müssen jeweils eine Fotokarteikarte angelegt werden (Aufnahmedatum; Ausrüstung; Stimmung; kleiner Abriss zum Hergang; Motiv; +/- Rechnung

-     erledigte Stichpunkte sind auf einem Los zu notieren

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