Licht und Schatten verleihen Bildtiefe

Neulich war ich unterwegs, um eine weitere Aufgabe aus meinem Fotolangzeitkurs zu erfüllen. Ich habe verschiedene Momente von Motiven festgehalten. Diese zeigen die Bildtiefe in verschiedenen Lichtsituationen. Zwei Bildmotive habe ich mir zum Direktvergleich heraus gegriffen.


Aufnahmedatum: 4. Mai 2012
Ausrüstung: Lumix G2, Filter CPL*
Bilddetails: Blende (F/5), Belichtung (1/250s), Iso (100), Brennweite (14mm)
Stimmung: drückend
Motiv: Ausblick auf einen Rapshügel

Auswertung: Die Farben wirken matt und das gesamte Bild platt. Fast schon langweilig ist dieser Ausblick an der Eiche vorbei. Obwohl der Raps in voller Blüte steht, sieht das Bild eher leblos aus. Das Gras wirkt niedergetrampelt, obwohl niemand durch gelaufen ist. Der blaue Himmel lässt auf ein paar Sonnenstrahlen hoffen.

+/- Rechnung: + Das Motiv ist vom Bildausschnitt her interessant. Da die interessanten Farben des Rapses im Hintergrund des Motivs sind. – Die Farben wirken wenig frühlingshaft, da die Sonntstrahlen und die Lebhaftigkeit fehlen.


Aufnahmedatum: 4. Mai 2012
Ausrüstung: Lumix G2, Filter CPL*
Bilddetails: Blende (F/11), Belichtung (1/80s), Iso (100), Brennweite (14mm)
Stimmung: luftig
Motiv: Ausblick auf einen Rapshügel

Auswertung: Hier bringen Licht und Schatten die Bildtiefe ins Foto. Die Aufnahme wirkt interessant und  wirkt einladend eine Pause im Schatten der Eiche zu genießen. Die weißen Blüten am Strauch und die des Rapses liefern Farbtupfer. Das Bild wirkt leicht, frühlingshaft und strahlend.


+/- Rechnung: + Die Farben und der Bildausschnitt stimmen. Licht und Schatten liefern die Bildtiefe und laden ein das Bild genauer zu betrachten. Der blaue Himmel lässt auf einen schönen Frühlingstag schließen. – Das Gras wirkt etwas unruhig. An diesem Tag war es windig. Was im Vergleich nicht stört.

Aufnahmedatum: 4. Mai 2012
Ausrüstung: Lumix G2, Filter CPL*
Bilddetails: Blende (F/6.3), Belichtung (1/200s), Iso (100), Brennweite (45mm)
Stimmung: platt
Motiv: Weißdorn in voller Blüte

Auswertung: Schärfe und der letzte Pfiff fehlt dem Bild. Die roten Staubbeutel sind zwar auffallend, doch die weißen Blütenblätter kommen nicht zur Geltung.

+/- Rechnung: + Das Grün der Blätter wirkt satt und kräftig. Die roten Staubbeutel fallen sofort ins Auge. – Das Weiß wirkt grau und fade. Es strahlt nicht. Die Schärfe des Bildes fehlt. Hier kann man nur ahnen, wo dieser Strauch seinen Namen her hat.

Aufnahmedatum: 4. Mai 2012
Ausrüstung: Lumix G2, Filter CPL*
Bilddetails: Blende (F/8), Belichtung (1/250s), Iso (100), Brennweite (45mm)
Stimmung: blumig
Motiv: Weißdorn in voller Blüte

Auswertung: Das Bild wirkt frühlingshaft und blumig. Die Sonnenflecken auf den Blüten lassen das Weiß strahlen. Die Schatten der Stängel vom Staubbeutel machen das Bild noch interessanter. Die Farben wirken satt und frisch. Licht und Schatten verleihen auch diesem Bild die Tiefe und heben das Motiv vom Hintergrund ab.

+/- Rechnung: + An dieser Aufnahme stimmen Lichtverhältnisse, Bildtiefe und der Schärfebereich. Auch der Bildausschnitt, den ich nicht nachbearbeitet  habe, ist gut gewählt.“ Wenn die Sonne lacht, nimm Blende acht“, trifft auf dieses Bild wahrhaftig zu.  – Der Schärfebereich könnte auf alle Blüten ausgeweitet werden. Darauf gehe ich im später folgenenden Themenbereich der Bildschärfe intensiver ein.

Fazit:
Ein wolkiger Tag eignet sich hervorragend, um die verschiedenen Lichtverhältnisse miteinander zu vergleichen. In wenigen Minuten ist der direkte Vergleich möglich. So kann direkt vor Ort das neue Wissen angewendet werden und muss nicht über Tage ausgewertet werden. Licht und Schatten machen das Bild interessanter und geben den letzten Pfiff. Mit den verschiedenen Lichtverhältnissen werden Farben intensiver und leuchten mehr.


* CPL- Filter: Der drehbare Polfilter unterdrückt Spiegelungen von glatten nichtmetallischen Oberflächen, wie Wasser und Glas. Ich verwende ihn als Objektivschutz.


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